Eishockey 12.02.2018

Nach Fehlstart den Tritt gefunden

Luca Knutti (vorne).
Die Düdingen Bulls stehen in der Hauptrunde des Schweizer Cups. Gestern setzten sich die Sensler in der 3. Qualifikationsrunde im Duell zweier Teams aus der Swiss Regio League gegen Uni Neuenburg nach einem 0:2-Rückstand noch mit 5:2 durch.

Den Düdingern sass das verlorene Spiel vom letzten Wochenende in Thun wohl noch in Knochen, als sie die Playoffs in der Swiss Regio League verpasst hatten. Anders ist schwer verständlich, wieso das bereits als Absteiger bekannte Uni Neuenburg lange Zeit aktiver war und auch viele Zweikämpfe gewann. So war es kaum erstaunlich, dass die Neuenburger in der 8. Minute, als einmal mehr die Düdinger den Puck nicht aus dem eigenen Drittel brachten, in Führung gingen. Und nur zwei Minuten später produzierten die Sensler abermals mehrere Fehlzuspiele in der Angriffsauslösung aus dem eigenen Drittel. Neuenburg bedankte sich mit dem zweiten Treffer. «Wir haben im Moment grosse Probleme in der Angriffsauslösung. Einige Spieler spekulieren hier zu oft, und prompt machen wir uns selber das Leben immer wieder schwer», analysierte Bulls-Trainer Zwahlen. Immerhin überstanden sie danach zwei Unterzahlsituationen und kamen mit etwas Glück in Powerplay selber zum Anschlusstreffer: Zwar knallte Benjamin Bussards Schuss nur an den Pfosten, von da jedoch an den Rücken des Neuenburger Hüters und ins Tor (17.). Nur Augenblicke später hatte Kevin Fleuty den Ausgleich auf dem Stock, zog aber einen Querpass vor.

Wirkungsvolle Umstellungen

Für das Mitteldrittel stellte Zwahlen sein Team etwas um. «Ich musste im Team etwas bewirken. Die Kanterniederlage in Thun hatte nach wie vor seine Auswirkungen, und es war nicht einfach, wieder Spannung aufzubauen.» Doch seine Umstellungen brachten die erhoffte Reaktion. Nun stiegen die Sensler energischer in die Zweikämpfe und schufen sich auch vermehrt Tormöglichkeiten. Schliesslich war es Oldie Philippe Fontana, der nach schönem Rückpass von Langel den Ausgleich bewerkstelligte. Und kurz vor Ende des zweiten Drittels schloss Kevin Fleuty eine Druckphase der Düdinger mit der erstmaligen und wichtigen Führung ab.

Neuenburg versuchte zu Beginn des letzten Drittels nochmals zu reagieren. Doch scheiterten sie Mal für Mal an Düdingens Hüter Fabian Zaugg. Und schliesslich gelang Perdrizat nach einem Abpraller der entscheidende vierte Treffer. Und wenig vor Schluss zeigten die Düdinger nochmals, dass sie nun endgültig den Sieg wollten, als sie im Powerplay mit vereinten Kräften den Puck im x-ten Anlauf über die Linie drückten.

Düdingens Trainer Thomas Zwahlen freut sich über diesen Sieg: «Das war ein sehr wichtiges Spiel. Wir konnten so unsere Saison noch etwas aufbessern. Und nun können wir in Ruhe die neue Saison planen und uns auf einen zugkräftigen Gegner im Cup freuen.»

Telegramm

Düdingen - Neuenburg 5:2 (1:2; 2:0; 2:0)

Eisbahn Sense-See. 216 Zuschauer. SR: Truffer (Galley, Locorotondo). Tore: 8. Rundqvist (Laspina) 0:1; 10. Wunderlin (Bader) 0:2; 17. Bussard (Fontana; Ausschluss Tanner) 1:2; 28. Fontana (Langel) 2:2; 38. Fleuty (Nussbaumer, Langel) 3:2; 54. Perdrizat (Kessler) 4:2; 58. Krebs (Langel; Ausschluss Bader) 5:2. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die Bulls; 5-mal 2 Minuten gegen Neuenburg.

HC Düdingen Bulls: Zaugg; Nussbaumer, Zwahlen; Bertschy, D. Roggo; Thom; Abplanalp, Sassi, Fleuty; Knutti, Krebs, Langel; Dousse, Fontana, Bussard; Braichet, Perdrizat, Kessler.

HC Uni Neuenburg: Aeberhard; Girardin, Kolly; Kohler, Bieri; Karvonen, Cordey; Sarault, Rundqvist, Shala; Bader, Wunderlin, Christen; Laspina, Marion, Rebetez; Tanner; Bongard.

Bemerkungen: Düdingen ohne K. Roggo, Hayoz, Blanchard (beide verletzt). Pfostenschuss Bussard (17.).