Eishockey 18.03.2017

Mit welcher Mannschaft spielt Gottéron?

Im bedeutungslosen letzten Spiel der Platzierungsrunde trifft Gottéron heute auswärts auf Ambri – seinen Gegner im Playout. Die Freiburger werden nicht in Bestbesetzung ins Tessin reisen.

Mit dem 5:0-Erfolg am Donnerstag gegen Kloten hat sich Gottéron das Heimrecht für den am Dienstag beginnenden Playout-Final (best of 7) gegen Ambri gesichert. Das letzte Spiel der Platzierungsrunde – ausgerechnet gegen die Tessiner – verkommt dadurch zu einem Muster ohne Wert. Auch wenn Gottéron-Trainer Larry Huras sagt, dass Ambri gewiss sein Revier markieren wolle, so ist nicht damit zu rechnen, dass die Gastgeber mit der letzten Konsequenz ans Werk gehen werden. Selbst bei einer harten Gangart der Leventiner würde dies die Freiburger kaum beindrucken.

Anders sieht es wohl bezüglich der Verletzungsgefahr für die besten Kräfte aus. Es ist davon auszugehen, dass Ambri im Playout Gottérons Paradeformation und Lebensversicherung mit Julien Sprunger, Roman Cervenka und Michal Birner attackieren wird. Dieses Trio heute spielen zu lassen wäre ein Risiko, das wahrlich nicht eingegangen werden sollte. «Auch diese drei Spieler müssen den Rhythmus behalten», sagte Huras gestern und liess damit offen, ob er sie einsetzen wird. Wollte der Kanadier mit seiner Aussage den Gegner im Ungewissen lassen, so machte ihm sein Captain einen Strich durch die Rechnung. «Ich werde nicht spielen», bestätigte Sprunger. Eine klare Kommunikationsstrategie sieht anders aus … Neben dem Topskorer dürften deshalb seine Sturmpartner Cervenka und Birner heute ebenfalls pausieren. Gleiches gilt für Verteidiger Yannick Rathgeb, der sich im Spiel gegen Kloten an einer Schulter verletzt hatte. «Wäre es eine Playoff-Partie, stünde Rathgeb auf dem Eis», versicherte Huras.

Die Absenz einiger Schlüsselspieler bedeutet heute mehr Eiszeit für andere Akteure. So kommt in Ambri wieder einmal der Amerikaner Ryan Vesce zum Einsatz, der in seinen bisherigen Auftritten im Got­téron-Dress absolut keine Stricke zerrissen hat. Auch die Verteidiger Lorenz Kienzle und Benjamin Chavaillaz, zuletzt überzählig, werden in der Valascia auflaufen. «In der Verteidigung sind wir quantitativ gut besetzt. Ich erwarte nun von einigen eine Steigerung, damit sie sich aufdrängen», erklärte Huras, der heute zudem Ersatzgoalie Dennis Saikkonen bringen dürfte.

Fraglich ist bei Gottéron heute der seit Donnerstag erkrankte John Fritsche; verletzt sind Michaël Loichat, Flavio Schmutz sowie Andrei Bykow. Bei Letzterem geht es weiter bergauf. Der Center, der seit Anfang Januar mit einer Gehirnerschütterung ausfällt, integriert sich mehr und mehr ins Mannschaftstraining.