Eishockey 17.03.2017

Gottéron startet zu Hause ins Playout

Gottéron-Verteidiger Sebastian Schilt testet beim Slapshot die Qualität seines Stocks.
Der gestrige 5:0-Erfolg gegen Kloten war Gottérons vierter Sieg im fünften Spiel der Platzierungsrunde. Die Freiburger geniessen damit im Playout-Final gegen Ambri ab Dienstag das Heimrecht.

Dass es für Gottéron im vorletzten Spiel der Platzierungsrunde gegen das den Liga-Erhalt auf sicher habende Kloten noch immer um das Heimrecht für den Playout-Final gegen Ambri ging, war ein zweischneidiges Schwert. Gut einerseits, weil es sich die Freiburger so nicht erlauben konnten, es zu sehr schleifen zu lassen – ein gewisses Mass an Rhythmus sollte im Hinblick auf die Serie gegen die Tessiner gehalten werden –, suboptimal andererseits, weil gestern (noch) nicht die Gelegenheit dazu war, Zugpferden wie Julien Sprunger oder Roman Cervenka, in deren Händen das Schicksal Gottérons förmlich liegt, eine Verschnaufpause geben zu können.

Lieblingsgegner Kloten

In einer für alle Beteiligten peniblen Saison, in der die Ansprüche an die Freiburger kontinuierlich gesunken sind, konnte gegen die Zürcher deshalb zumindest die Mindestforderung erhoben werden, dass auf dem Eis klar ersichtlich würde, für welches der beiden Teams noch etwas auf dem Spiel stand. Dies umso mehr, als Kloten leicht angeschlagene Schlüsselspieler wie Denis Hollenstein oder Luca Cunti verständlicherweise schonte. Immerhin, die Vorgabe, die aktivere Equipe zu stellen, erfüllte das Heimteam letztlich. Dies war insofern auch nötig, als Ambri in Langnau lange auf Drei-Punkte-Kurs lag und Gottéron dadurch weiter auf einen Punktgewinn angewiesen gewesen wäre, um sich Platz elf definitiv zu sichern. In einer qualitativ höchst bescheidenen Partie und gegen Gäste, die nicht einmal so taten, als ob sie das Ganze noch wirklich tangierte, bogen die Freiburger Ende des ersten Abschnittes auf die Siegesstrasse ein. Die Paradeformation im Powerplay (Michal Birner auf Pass von Cervenka) und Killian Mottet legten für Gottéron mit 2:0 vor. Spätestens mit dem dritten Freiburger Treffer durch Benjamin Neukom (37.) waren die Zähler gegen den Lieblingsgegner (5 Siege in 6 Spielen) im Trockenen.

Blieb noch die Frage, ob Benjamin Conz, der in dieser Form im Playout zu einem entscheidenden Faktor werden kann, zum dritten Mal in dieser Saison gegen Kloten ohne Gegentor bleiben würde. Der Freiburger Goalie bestand seine persönliche Herausforderung und tankte somit wie das ganze Team mit weiteren zwei Toren Moral.

Entwarnung bei Rathgeb

Damit folgt morgen Samstag in der Valascia mit der letzten Partie der Platzierungsrunde ein Vorgeschmack der eher speziellen Art auf den Playout-Final. Ambri und Gottéron werden gewiss wichtige Spieler schonen, um nicht noch Verletzungen zu riskieren. Für Yannick Rathgeb kommt das einen Tick zu spät. Der Powerplay-Spezialist zog sich gestern im Startdrittel eine Blessur an der rechten Schulter zu. Die Verletzung scheint aber nicht weiter schlimm zu sein. «Wären Playoffs, hätte er den Match fertiggespielt. Man kann sicher sein, dass er am Dienstag wieder auf dem Eis stehen wird», sagte Trainer Larry Huras nach dem Spiel.

Telegramm

Gottéron - Kloten 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

5400 Zuschauer. – SR Massy/Wiegand, Fluri/Progin . Tore: 17. Birner (Cervenka, Mauldin/Ausschluss Homberger) 1:0. 20. (19:12) Mottet (Marchon) 2:0. 37. Neukom (Chiquet) 3:0. 47. Sprunger 4:0. 55. Mauldin (Birner, Cervenka/Ausschluss Sheppard) 5:0. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Sprunger; Praplan.

Freiburg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard; Glauser, Schilt; Leeger, Abplanalp; Maret, Stalder; Sprunger, Cervenka, Birner; Marchon, Mauldin, Mottet; Neuenschwander, Rivera, Vauclair; Steiner, Chiquet, Neukom.

Kloten: Boltshauser (41. Seifert); Von Gunten, Frick; Sanguinetti, Bircher; Back, Harlacher; Gähler, Ramholt; Praplan, Lemm, Bieber; Genoway, Schlagenhauf, Sheppard; Grassi, Obrist, Kellenberger; Wetli, Homberger, Hartmann.

Bemerkungen: Gottéron ohne Loichat, Bykow, Schmutz (alle verletzt), Fritsche (krank), Vesce, Chavaillaz (beide überzählig), Kloten ohne Gerber, Cunti, Leone, Stoop, Weber, Hollenstein (alle verletzt). 10. Rathgeb verletzt ausgeschieden. Die FN-Besten: Cervenka, Boltshauser.

Relegationsrunde

Auch Ambri holt Selbstvertrauen

Ambri gelang gestern der zweite Sieg in Folge. Die Tessiner gewannen in Langnau 4:3 nach Verlängerung.

fm

SCL Tigers - Ambri-Piotta 3:4 (0:2, 1:0, 2:1) n.V.

5489 Zuschauer. Tore: 7. Emmerton (D’Agostini, Hall/Ausschluss Zryd) 0:1. 19. D’Agostini (Gautschi/Ausschluss Seydoux) 0:2. 40. (39:36) Huguenin (Lashoff) 1:2. 47. Duca (Hall/Ausschluss Gautschi!) 1:3. 49. Pascal Berger (Haas/Ausschluss Gautschi) 2:3. 60. (59:32) Nüssli (Elo, Pascal Berger) 3:3 (SCL ohne Goalie). 61. Emmerton (D’ Agostini, Ngoy) 3:4.

Rangliste: 1. SCL Tigers 5/70 (137:165). 2. Kloten 5/65 (152:181). 3. Freiburg-Gottéron 5/59 (146:182). 4. Ambri-Piotta 5/53 (124:179).