Eishockey 18.07.2017

Die Düdingen Bulls rüsten weiter auf

Mit dem letztjährigen Ligatopskorer Yann Langel und Kevin Fleuty haben die Düdingen Bulls zwei starke Spieler von Ligakonkurrent Uni Neuenburg verpflichtet. Es sind die Neuzugänge sechs und sieben für die ambitionierten Sensler.

Nach Sandro Abplanalp hat Düdingen mit Yann Langel und Kevin Fleuty zwei weitere Top-Stürmer von Uni Neuenburg verpflichtet. Dies, obwohl Neuenburg genau wie Düdingen in der kommenden Saison in der dritthöchsten Liga, der neu gegründeten MySports League, spielen wird. «Beide haben schon früh von sich aus mit uns Kontakt aufgenommen», erklärt Düdingen-Trainer Thomas Zwahlen, wie es zur Verpflichtung kam. Die Verhandlungen laufen schon länger, allerdings wollten Langel und Fleuty noch das Try-out bei La Chaux-de-Fonds abwarten. Der B-Ligist ist das Partnerteam von Neuenburg. Da sich jedoch aus den Probetrainings kein konkretes Angebot ergeben hat, steht dem Wechsel zu Düdingen nichts mehr im Weg. «Beide haben gemerkt, dass es vielleicht das bessere Sprungbrett ist, bei einem guten Club wie Düdingen zu spielen, um den Traum von der NLB doch noch realisieren zu können», so Zwahlen.

Der 27-jährige Langel erzielte in der vergangenen Saison in 40 Spielen 21 Tore und 42 Assists. Damit war er der beste Skorer der Westschweizer 1.-Liga-Gruppe. Der 184 Zentimeter grosse und 85 Kilogramm schwere Offensivspieler gilt als kräftiger Flügelstürmer mit gutem Torinstinkt. Der ehemalige Junior des HC La Chaux-de-Fonds trug in den letzten acht Jahren stets das Trikot der Neuenburger. In 235 1.-Liga-Partien sammelte er dabei bemerkenswerte 286 Skorerpunkte.

Ebenfalls ein sehr guter Skorer ist Kevin Fleuty. Genau wie Langel einst Junior bei La Chaux-de-Fonds, seit acht Jahren jedoch bei Neuenburg spielend, gilt er als schneller, kreativer Center. In 257 1.-Liga-Spielen hat der mit 175 Zentimetern eher klein gewachsene Fleuty nicht weniger als 311 Skorerpunkte gesammelt.

Die Playoffs als Ziel

Zwahlen ist sehr glücklich über die beiden Verpflichtungen. Um Kritik, die Bulls sollten doch besser Spieler aus der Region verpflichten, gar nicht erst aufkommen zu lassen, ergänzt er jedoch sofort: «Wir haben zunächst nach Freiburger Spielern gesucht. Zum Beispiel nach solchen, die bei Gottéron aus dem Elite-A-Junioren-Alter raus sind.» Dort seien aber viele Spieler mit dabei, die gar nicht aus Freiburg stammten und nun zurück in Clubs aus ihrer Region gingen. «Wir haben Spieler angefragt, aber es hat keiner zugesagt.» Und die Junioren von SenSee-Future würden schlicht nicht genügend Qualität mitbringen, um in dieser Liga bestehen zu können.

Damit steht Düdingen nun bereits bei sieben Neuzugängen. Neben Langel, Fleuty und Abplanalp werden nächste Saison auch die beiden Freiburger Stürmer Joshua Brügger und Kevin Bucher – beide kommen vom Berner 1.-Liga-Club Unterseen – sowie Stürmer Andri Kessler (Arosa) und Torhüter Fabian Zaugg (Lyss) neu das Bulls-Trikot überstreifen. «Für mich ist die Transferperiode damit abgeschlossen», sagt Zwahlen. Wo er mit diesem Team in der Mitte September beginnenden Saison stehen wird, könne er nur schwer abschätzen. «In der bisherigen 1. Liga wären wir mit diesem Team top gewesen. Aber ich weiss nicht genau, was Teams wie Wiki, Basel, Brandis oder Thun noch machen.» Ziel sei es aber auf jeden Fall, die Playoffs zu erreichen. In der neu gegründeten Zwölfer-Liga werden sich die ersten acht Mannschaften für die Playoffs qualifizieren.

Die Bulls befinden sich momentan im Sommertraining. Am 4. August absolvieren die Düdinger das erste Eistraining, nur einen Tag später steht gegen die Elite-A-Junioren des SC Bern bereits das erste Testspiel auf dem Programm.