Luftverkehr 12.12.2017

Easyjet nimmt in Basel-Mülhausen zwei weitere Maschinen in Betrieb

Easyjet steht am Flughafen Basel-Mülhausen vor einem weiteren Ausbauschritt: Nächstes Jahr will der britische Billigflieger am EuroAirport (EAP) zwei zusätzliche Maschinen in Betrieb nehmen.

Mit den zwei zusätzlichen Airbus A320 erhöht sich die Zahl der am EAP stationierten Easyjet-Flugzeuge auf elf. Weitere 14 Maschinen werden von Genf aus betrieben. Damit verfügt die Airline in der Schweiz über insgesamt 25 Flieger. Aktuell stehen bei Easyjet 279 Flugzeuge im Einsatz.

"Riesiger Schritt nach vorne"

Die zwei neuen Maschinen in Basel seien "ein riesiger Schritt nach vorne", sagte der Easyjet-Manager Thomas Haagensen am Dienstag in Basel vor den Medien. Mit ein Grund für die Expansion sei das Ende des EAP-Steuerstreits zwischen Frankreich und der Schweiz, wegen dem Easyjet seine Ausbaupläne auf Eis gelegt hatte.

Durch die beiden Maschinen, die im Verlauf des kommenden Sommers in Basel-Mülhausen stationiert werden, entstehen bei Easyjet 72 neue Arbeitsplätze. Weitere 750 werden indirekt im Raum Basel geschaffen, wie Haagensen sagte. Derzeit stehen in der Schweiz 888 Angestellte auf der Lohnliste der mit einem Marktanteil von 24,2 Prozent zweitgrössten Airline des Landes. Nummer 1 ist die Swiss.

Dank der grösseren Flotte kann Easyjet nächstes Jahr sein Angebot in Basel-Mülhausen um sechs auf 63 Destinationen ausbauen. Als ganzjährige Verbindungen kommen die Hauptstädte Athen, Belgrad und Wien hinzu. Auch bei den Sommerdestinationen gibt es einen weiteren Ausbau.

Von den zwei zusätzlichen Maschinen verspricht sich Easyjet laut Haagensen eine halbe Million zusätzliche Passagiere. Im laufenden Jahr bringt es die Airline am EAP auf rund 4,8 Millionen Fluggäste, was einem Plus von 7 Prozent entspricht. Landesweit sind es 13,5 Millionen, eine Million mehr als im Vorjahr.

Kein Flieger für Zürich

Während davon 8 Millionen auf Genf entfallen, verzeichnet Easyjet für das laufende Jahr in Zürich-Kloten nur rund 700'000 Passagiere. In Zürich mit Berlin Tegel als künftiger Hauptdestination eine Maschine zu stationieren, sei für die Airline derzeit keine Thema, sagte Haagensen.

Easyjet richte den Fokus auf jene Flughäfen, auf denen die Airline beim Marktanteil auf dem ersten oder zweiten Rang liege, hielt Haagensen fest. Diese Voraussetzung erfüllen Basel und Genf locker. An beiden Flughafen steht der britische Carrier auf der Passagier-Rangliste an der Spitze - in Basel beträgt der Marktanteil von Easyjet nach eigenen Angaben 60 Prozent, in Genf 43 Prozent.

SDA