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ZiG-Blog: Der Frühling und was man über ihn wissen muss

Von Ann-Katrin Jakob.

Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf, neue Pflanzen gedeihen, der letzte Schnee schmilzt. Die Welt, die uns umgibt, scheint zu erblühen – der Frühling ist da. Nicht umsonst werden dem Frühling solch positive Merkmale zugeschrieben, denn auch uns Menschen wird förmlich ein Topf voller Glück vor die Haustüre gestellt. Unser Körper produziert nämlich durch die steigende Lichtintensität mehr Dopamin und Serotonin – beides Hormone, die zu einer allgemeinen Wohlbefindlichkeit und sogar leichter Euphorie führen. Im Gegensatz dazu wird das Schlafhormon Melatonin reduziert – demnach sind wir auch weniger müde. Uns wird so nicht nur physisch, sondern auch psychisch nähergebracht, dass die neue Jahreszeit vor der Tür steht.

Wann der sogenannte Vollfrühling beginnt, hängt von der geografischen Länge und Breite ab. Der Gewinner unseres Rennens ist somit die portugiesische Küstenstadt Faro im Süden des Landes – hier beginnt der Frühling bereits Ende Februar. Pro Tag legt dieser dann 30 bis 40 Kilometer zurück, bis er zwischen Mitte und Ende April auch bei uns angelangt ist.

Solche und auch andere Forschungen wurden bereits mit Hilfe oder durch den Frühling auf die Beine gestellt. Ein weiterer Forschungsansatz ist das Blühen des Apfelbaumes. Je früher dieser blüht, desto milder ist der Witterungsverlauf. So lassen sich aus den Apfelblütendaten mehrerer aufeinanderfolgender Jahre Klimadaten erfassen und auswerten. Das Blühen des Apfelbaumes läutet zudem auch den Vollfrühling ein.

Um den Frühling auch würdig zu empfangen, veranstalten viele Länder und Kulturen Frühlingsfeste. So feiern persische oder chinesische Neujahrsfeste durch den Beginn des Frühlings auch den Beginn des neuen Jahres. Auch in Japan wird gefeiert, hier jedoch etwas besinnlicher, beim sogenannten Hanami, dem Kirschblütenfest. Die frischen rosa Kirschblüten, die in allen Parks des Landes erblühen, werden bewundert und gewürdigt. Die Zuschreibung der wichtigen Bedeutung des Frühlings reicht bis hin zur Musik, wo die Komponisten mit ihrer Melodie die Wiedergeburt der Natur durch schönste Klänge zum Leben zu erwecken ersuchen.

So sollten auch wir nun beginnen, mit dem Fluss der Wiedergeburt mitzuschwimmen. Wer seine Neujahrsvorsätze seither schon wieder vor die Türe gestellt und dabei trotzdem ein Hauch von Reue gespürt hat, hat nun, mit dem Einbruch des Frühlings, eine neue Gelegenheit, die Vorsätze erneut zum Leben zu erwecken. Schliesslich öffnet uns die schöne Jahreszeit eine Türe zum Neuen. Also warum nicht auch mal alles tun, was man eigentlich schon lange tun oder umsetzen wollte und sich am Ende doch nicht dazu aufraffen konnte? Also nehmen auch Sie ihre Beine in die Hand und nutzen Sie die Chance, alles etwas richtiger zu machen – denn diese Chance kehrt bekanntlich erst nächstes Jahr wieder. 

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