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Geteiltes Glück ist doppeltes Glück

Was gibt es schöneres als von seinen Liebsten auf eine ferne Reise begleitet zu werden? Mit der besten Freundin in Südafrika - fantastisch!

Spontane Frage an Sophie: Kommst du mit nach Johannesburg? Natürlich kommt sie mit! Die Spannung ist gewaltig und die Vorfreude auf Wildlife und feinen Wein vermag die Aussicht auf die langen 10 Stunden Flug zu dämpfen. Na gut, was packt man denn da so ein für knappe 2 Tage Südafrika? Die Wetter-App verrät uns: Heiss ist es um diese Jahreszeit in Johannesburg nicht. Angenehme 18 Grad tagsüber und Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht sollen uns erwarten. Flipflops und Shorts bleiben daher besser zu Hause. Eher herbstlich ausgerüstet geht es auf nach Zürich. Ich verabschiede mich von Sophie am Check-in, sie geht den Passagierweg, während für mich die Arbeit beginnt. Nach dem Boarding treffen wir uns im Flugzeug wieder - ungewohnt schön ein so eine vertraute Person unter den 200 Passagieren zu sehen.

Doch Sophie ist auf diesem Flug nicht das einzige bekannte Gesicht. Ich darf auf diesem Flug zusammen mit einer Stewardess-Freundin arbeiten. Ganz zufällig geschieht das natürlich eher selten, dass man mit der liebsten Stewardess von über 4'000 Cabin-Crew-Membern auf dem gleichen Flug arbeitet. Dem Glück kann man aber etwas nachhelfen: Im Planungssystem für die Flugeinsätze können die liebsten Flug-Buddies eingetragen werden, sodass sich die Chancen erhöhen, zusammen zu fliegen. Diesmal hat es geklappt!

Zur Bloggerin

Gabriela Schaller

Seit jeher von der Welt fasziniert, war ihr Studium der Germanistik & Anglistik stets durchzogen von längeren und kürzeren Reisen. Um dieser Leidenschaft mehr Raum zu geben, beschloss sie spontan für einige Zeit als Stewardess um den Globus zu fliegen. Ihr zu Hause ist in der Welt, ihre Heimat bleibt jedoch Freiburg, wohin sie immer gerne zurückkehrt.

 

Wir kommen also zu dritt in Johannesburg an. Der Tag ist bereits angebrochen und an Schlaf ist nicht zu denken; wir stürmen uns into the Wild! Generell ist die Zeit bei einem Layover immer sehr beschränkt und grosse Ausflüge sind nicht möglich. Daher sind die 1-2 Tage vor Ort immer eine Frage der guten Organisation und effizienten Ausschöpfung der Zeit. Unbedingt vorher informieren und nicht erst im Hotel, dann kann man direkt loslegen mit den Entdeckungstouren. So befinden wir uns drei Stunden nach Ankunft bereits auf einem Pferderücken zwischen Giraffen und Zebras. Ganz wild sind die Tiere da natürlich nicht. Wir reiten durch ein kleines Reservat und alle Vierbeiner tragen liebevolle Namen: Frank das Zebra, Lukas das Pferd und Graham die Giraffe.

Manchmal ist es gar nicht so einfach solche Momente fernab der Heimat wirklich zu realisieren, sie wirken fast surreal. Enorm rasche Wechsel von Kultur, Klima und Zeitzone können ganz schön verwirren. In Johannesburg war zumindest die Zeit auf unserer Seite: Von Zürich nach Johannesburg kann fast eine senkrechte Linie gezogen werden, die Zeitverschiebung fällt hier weg. So können wir schliesslich abends um 22:00 nach einem gemeinsamen Znacht und einem ausgezeichneten Glas Wein zufrieden ins Bett sinken. Am nächsten Morgen erwartet uns noch eine Runde Shopping.  Wir möchten mit ein paar Mitbringseln das flüchtige südafrikanische Glück mit den Daheimgebliebenen teilen. Nach diesem kurzen aber intensiven Aufenthalt düsen wir bereits 36 Stunden später schon wieder Richtung Zürich. So schöne Momente sollten doch länger dauern! Die Zeit konnten wir leider nicht verlängern, aber dafür das Glück ausdehnen: Die geteilten Momente zu dritt haben das Glück verdreifacht.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter Gauch

Gratuliere zum Bericht. - Sicher ein Super - Erlebnis diese Reise.