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Der gastfreundliche St. Bernhard

Seit ich ab und zu bei Benediktinern zu Besuch bin und mit den Jauner letztes Jahr auch Bruder Klaus besuchte, führte uns die Wallfahrt dieses Jahr in den Westen.

 

Gut 30 Kinder und Erwachsene darf ich im Car begrüssen bevor Abbé Nicolas Glasson in Broc zu uns steigt. Auf der ruhigen Autobahn richtung Grosser St. Bernhard spricht unser geistiger Begleiter ein Reise-Segen und danach beteten wir mehr oder weniger andächtig einige Geheimnisse des Rosenkranz. Da die Strasse schon bald wieder kurvenreicher wird, können wir die immer wilder werdende Natur mit ihren Gesteinsformationen beobachten, die an uns vorbeiziehen.

 

Im Hospiz werden wir herzlich empfangen vom Oberwalliser Chorherr Klaus Sarbach, der uns die Geschichte des Ortes und der Altäre der Kirche  erklärt. Wir dürfen für die heilige Messe mit Abbé Nicolas im geschnitzten Chorgestühl Platz nehmen, das sonst den Chorherren vorbehalten ist. Da den Kindern eine Frage angekündigt wird, lauschen klein und gross der Predigt über das Korn und was zum Wachstum fehlen und beitragen kann. Die Ausführungen für die Erwachsenen sind übrigens nicht minder interessant.

 

Ein Video über das Leben der Chorherren und ihre Tätigkeiten werden von den Ausführungen von Klaus Sarbach ausführlich ergänzt. Nach der Besichtigung des Kirchenschatzes, ist es Zeit für das mitgebrachte Picknick. "Unser" Chorherr erklärt uns danach in seiner gestenreichen Zeichensprache, wie wir zum Museum kommen, wo er uns aber gleich selber hinführt. Hier wird eindrücklich ersichtlich, wie vielfältig die Aufgaben des Hospizes über die Jahrhunderte waren und immer noch sind.

 

Ein Besuch bei den Bernhardinern darf natürlich nicht fehlen und während die Erwachsenen bei den Chorherren gemütlich beisammen sitzen, Kaffee trinken und über Gott und die Welt reden, spazieren die Kinder am See entlang kurz nach Italien und wieder zurück. Es ist Zeit für den Rückweg und statt ein Gruppenfoto zu schiessen, schreibt die Fotografin unten in der Krypta einen Eintrag ins Gästebuch. Ich bin bestimmt nicht das letzte Mal hier, zu einladend wirkt der Ort, den der heilige Bernhard hier vor 1000 Jahren geschaffen hat.

 

 

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