Basketball 20.03.2017

Olympic rennt von Sieg zu Sieg

Olympics Travis Taylor (rechts) trug 15 Punkte zum Sieg der Freiburger bei.
In einem einseitigen Spiel besiegte Freiburg Olympic am Samstag die Starwings aus Basel klar mit 90:63. Vor der Finalrunde beträgt der Vorsprung des Leaders auf die Konkurrenz damit bereits sechs Punkte.

Obwohl Basel nach vier Niederlagen in Folge dringend Punkte hätte brauchen können, gab sich Leader Freiburg Olympic auch in diesem Heimspiel keine Blösse und stutzte den Starwings die Flügel.

Olympic klar auf Rang 1

Schon vor dieser Partie war vieles klar: Kein Team konnte in diesem letzten Spiel vor der Finalrunde Freiburg Olympic die Tabellenführung entreissen. Der Leader vergrösserte seinen Vorsprung gar auf sechs Zähler, da Verfolger Monthey am Wochenende überraschend beim BBC Lausanne verlor.

Ebenfalls klar war, dass sich die Starwings als sechstes Team ebenfalls sicher für die Playoffs qualifizieren. Zusammen mit Olympic, Mon­they, Neuenburg, Lugano und Genf werden die Freiburger vor den Playoffs die Finalrunde bestreiten. Die übrigen fünf Teams kämpfen um die restlichen zwei Playoff-Plätze.

Ein einseitiges Geschehen...

Gleich von Beginn weg war klar, welches Team das Sagen haben sollte, denn nach nicht einmal drei Spielminuten stand es nach Korberfolgen von Topskorer Travis Taylor und dem am Samstag als bester Akteur ausgezeichneten Justin Roberson bereits 7:0. Die Gäste hatten nicht die Klasse, um der Aleksic-Truppe Paroli bieten zu können. So wuchs Olympics Vorsprung eigentlich von Minute zu Minute an (36:20; 16.). Die Basler schienen nach den vier Niederlagen in Folge in allen Belangen verunsichert und zeigten auch eklatante Abschlussschwächen.

Ungefährdeter Start-Ziel-Sieg

Zuerst 10, dann 20 und etwas später gar 30 Punkte betrug die Differenz zwischen den beiden Mannschaften. Ein Spiel, das eigentlich nie eines war. Dennoch hielten die Freiburger das Tempo hoch und spielten ihren Rhythmus weiter. Wieder einmal zeigte sich, dass beim Tabellenführer alle Akteure wertvoll sind. Kein Spieler erwies sich als Egoist und spielte lediglich nur für sein Punktekonto. Nein, immer wieder wurde der am besten platzierte Spieler gesucht, der dann meistens auch erfolgreich abschliessen konnte. Dadurch durften die 1100 Zuschauer an diesem kühlen, regnerischen Samstag wundervolle, erwärmende Korberfolge beklatschen. Erst als die Freiburger mindestens zwei Gänge zurückschalteten, brillierten phasenweise auch die Starwings-Skorer. Allen voran die beiden Ausländer Chris Jones (20 Punkte) und Octavius Brown (19). Auch wenn der Basler Riese Björn Schoo (213 Zentimeter) auf dem Parkett stand, zog er die Blicke aus dem Publikum schon seiner Grösse wegen immer wieder auf sich. Ein Teilerfolg wenigstens war den Baslern beschieden: Das Schlussviertel entschieden die Starwings mit 22:20 zu ihren Gunsten.

Optimismus in Freiburg

Da vor kurzem bekannt wurde, dass es an der Spitze des Schweizer Nationalteams zu einem Wechsel kommt, kann sich Petar Aleksic mit Freiburg Olympic nun voll und ganz auf die Titelverteidigung konzentrieren. Weil seine Mannen im Liga-Cup sowie im Schweizer Cup scheiterten, bleibt das Augenmerk auf den Meistertitel gerichtet. Darauf dürfen sich die Saanestädter auch berechtigte Hoffnungen machen. Das Sechs-Punkte-Polster stimmt vor der Finalrunde jedenfalls zuversichtlich, später als Qualifikationssieger und Favorit in die Playoffs steigen zu können.

Nach dem tollen Erfolg am Samstag gab Olympic-Präsident Philippe de Gottrau den FN bereitwillig Auskunft über die momentane Situation des Klubs. «Ich bin zufrieden, froh und glücklich über den Erfolg des Teams. Momentan läuft alles zu unseren Gunsten. Die Leaderposition zeigt die gute Leistung der Mannschaft und die tolle, erfolgreiche Arbeit des Trainers.» Die Saison dauere allerdings noch lange, und man dürfe sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. «Jedes Spiel in der Zwischenrunde wird wichtig, denn jeder will den Tabellenführer bezwingen. Bis zu den Playoffs stehen noch einige Partien gegen Mitfavoriten um den Meistertitel an.» Das Ziel laute, möglichst aus dieser Pole-Position in die Schlussrunden steigen zu können. «Das würde Heimvorteil in den wichtigen Begegnungen bedeuten. Das könnte entscheidenden Einfluss haben.»

Telegramm

Olympic - Starwings Basel 90:63 (47:28)

St. Leonhard; 1100 Zuschauer; SR: Clivaz/Hjartarson/Emery.

Freiburg Olympic: Taylor (15), Jaunin (4), Cotture (15), Roberson (15), Jurkovitz (14), Brown (7), Molteni (2), Mladjan (16), Leemans (2).

Starwings Basel: Jones (20), Fuchs (6), Brown (19), Sager (3), Vinson (4), Herrmann, Verga, Schoo (11).

Bemerkungen: Olympic ohne Wright, Fongué, Mbala (verletzt). 26. Sager scheidet verletzt aus. – Beste Spieler: Roberson/Jones. – Teilresultate: 21:16; 26:12; 23:13; 20:22.