Basketball 02.10.2017

Olympic dominierte die Rebounds

Chad Timberlake erzielte in seinem ersten Pflichtspiel für Olympic acht Punkte.
Olympic hat seine heikle Aufgabe beim NLA-Saisonauftakt mit Bravour gelöst. Die Freiburger setzten sich auswärts bei Union Neuenburg mit 87:78 durch. Entscheidend war Olympics Stärke bei den Rebounds.

Die Wechsel im Team von Olympic auf die neue Saison hin waren zahlreich. So wurden etwa alle vier Ausländerpositionen neu besetzt, wobei Slobodan Miljanic den Club aus einem ersten Engagement bereits kannte. Die drei anderen, Murphy Burnatowski (Ex-Basel), Babacar Touré (Ex-Neuenburg) und Chad Timberlake (Ex-Genf) sind in der Nationalliga A ebenfalls keine Unbekannte. Dass dadurch eine Anpassungszeit entfällt, bewiesen sie am Samstag beim Auftaktsieg gegen das als Spitzenmannschaft gehandelte Union Neuenburg. Das Quartett steuerte zusammen 57 Punkte zum Erfolg der Freiburger bei.

Vorteile unter den Körben

Für die Differenz sorgten in erster Linie die beiden gross gewachsenen Burnatowski und Touré, die nicht nur fleissig Körbe erzielten, sondern auch viele Rebounds holten. Olympic entschied diese im Basketball so zentrale Statistik mit 38:25 zu seinen Gunsten, wobei insbesondere die 15 Offensiv-Rebounds ins Auge stechen. Aufseiten der Gastgeber vermochte in diesem Sektor nur gerade der Amerikaner Andre Williamson, ein ehemaliger Ausländer von Olympic, mitzuhalten.

Die Freiburger waren ausgezeichnet in den Match gestartet und legten gleich mit 10:0 vor. Neuenburg rappelte sich zwar relativ schnell von seinem Fehlstart auf, doch dank den wichtigen Vorteilen unter den Körben konnte Olympic seine Führung bis zur Schlusssirene behaupten. «Im Schlussviertel waren wir mental frischer als die Neuenburger», sagte Olympics Spielmacher Jérémy Jaunin ins Mikrofon von Radio Fribourg. «Insgesamt war es das Spiel, das wir erwartet hatten. Neuenburg ist eine Equipe, die um den Titel mitspielen wird, dementsprechend schwer war die Aufgabe für uns.»

Zu viele Ballverluste

Wie ein Meisterkandidat spielte Neuenburg zumindest am Samstag nicht auf. Trainer Vladimir Ruzicic, letzte Saison noch Assistent von Petar Aleksic in Freiburg, hat noch eine Menge Arbeit vor sich, wenn er aus der Mannschaft um die früheren Freiburger Brian Savoy, Kevin Monteiro, Eric Fongué (zurzeit verletzt) und Williamson einen Anwärter auf den Titel formen will.

Aber auch bei Olympic war trotz des Sieges nicht alles Gold, was glänzte. 18 Ballverluste sind zu viel. Und auch Schwächen wie die von Distanzschütze Dusan Mladjan (2/7 Dreierversuche) lassen sich nicht immer kompensieren. Insgesamt zeigte das Team von Aleksic aber einen vielversprechenden Auftakt. Am Donnerstag wartet zu Hause gegen Basel, das zum Auftakt Lugano bezwang, die nächste Herausforderung.

Telegramm

Neuenburg - Olympic 78:87 (40:48)

1385 Zuschauer. SR: Novakovic/Pillet/Balletta.

Union Neuenburg: Mafuta, Taylor (6), Parker (20), Savoy (3), Monteiro (2), Maruotto (12), Colon (5), Ramseier (18), Williamson (12).

Freiburg Olympic: Mbala (4), Jaunin (6), Miljanic (10), Burnatowski (21), Mladjan (8), Touré (18), Timberlake (8), Jurkovitz (12).

Bemerkungen: Neuenburg ohne Fongué (verletzt). – Viertelresultate: 25:27, 15:21, 23:16, 15:23.