Basketball 18.08.2017

Kazadi unterschreibt beim BBC Monthey

Der Ex-Freiburger Jonathan Kazadi spielt neu für Monthey.
Nach einer Saison in Frankreich kehrt Jonathan Kazadi in die NLA zurück – aber nicht zu seinem langjährigen Club Olympic.

Nachdem Jonathan Kazadi in der letzten Saison in der französischen ProA-Meisterschaft das Trikot von Orléans getragen hatte und wegen einer Handverletzung zusehen musste, wie seine Equipe den Abstieg nicht mehr verhindern konnte, stand der Berner trotz zuvor guten Leistungen ohne Club da. Deshalb klopfte Kazadi zuletzt bei Freiburg Olympic an. Sein langjähriger Club, den er 2016 zum Meistertitel geführt hatte, verzichtete aber auf die Rückkehr seines früheren Captains. Dies, weil Kazadi in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel für das Ausland haben wollte. «Wir haben nichts gegen Jonathan. Aber in Freiburg sind die Folgen einer solchen Klausel wohlbekannt», erklärte Sportchef Alain Dénervaud in Anspielung auf Torhüter Reto Berra, der bei Gottéron noch vor dem Saisonstart wieder abgesprungen ist.

«Kalkulierbares Risiko»

Was Olympic Kazadi verwehrt hatte, gestattete dem Spielmacher nun der BBC Monthey. Der Schweizer Meister nahm den 26-jährigen Nationalspieler für eine Saison unter Vertrag inklusive der Klausel, dass Kazadi den Verein bis zum Playoff-Beginn bei einem entsprechenden Angebot in Richtung Ausland verlassen darf. «Das ist ein kalkulierbares Risiko, dessen wir uns bewusst sind», sagt Christophe Roessli, der Vize-Präsident der Walliser, gegenüber der Zeitung «Le Nouvelliste». «Wir starten mit drei Ausländern in die Meisterschaft, damit wir bei einem allfälligen Verlust von Kazadi auf dem internationalen Markt noch einen Ersatz holen könnten.» Der Verein wisse, dass Kazadi Monthey nur als eine Art Sprungbrett erachte. Dennoch hoffen die Walliser Verantwortlichen natürlich, dass der Spielmacher die ganze Saison bleiben wird. «Viele Kenner sehen in Kazadi den drittbesten Schweizer Spieler nach Thabo Sefolosha und Clint Capela (Red.: beides NBA-Spieler).» Mit Kazadi in seinen Reihen, so viel ist klar, geht der Titelverteidiger als Favorit in die Saison 2017/18.